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02.01.2017 - Die European Tour hat eine Statistik der Spieler veröffentlicht - die Ergebnisse überraschen. Wer hat den Längsten?

Über kaum etwas wird bei Amateuren und Professionals so vie geredet wie über Drives. Wer hat den Längsten und wie weit schlagen die Profis ihren Ball wirklich? Jeder Spieler möchte mehr Länge vom Tee und können die Pros den Ball wirklich regelmäßig an die 300 Meter weit befördern? Eine ganze Industrie lebt davon, doch wie sieht die Wirklichkeit aus?

Henrik

Henrik Stenso ist auch in der Statistik der European Tour die Nummer Eins. © Stoertebek

Die Statistisk der European Tour spricht da eine deutliche Sprache: die die Durchschnittslänger aller Spieler der European Tour ist exakt 288 Yards, das sind 260 Meter. Nur 14 Spieler knackten regelmäßig die 300 Yard-Grenze (270 Meter). Die längsten Abschläge kamen 2016 vom Südafrikaner Dean Burmester mit 315,6 Yards, knapp 285 Metern. Die kürzesten Drives kamen vom Inder Siddikur Rahman, der es gerade mal auf 260,1 Yards brachte, das sind 234 Meter. 

Die wichtigste Statistik für die Profis ist allerdings der "Scoring Average", das ist die durchschnittliche Zahl von Schlägen, die ein Tourspieler benötigt. Da tauchen dann die üblichen Verdächtigen auf, kein Wunder. Der beste in dieser Kategorie ist der Schwede Henrik Stenson mit 69,14 Schlägen pro Runde, nur drei weitere Spieler schaffen es im Schnitt unter 70 Schläge, das sind Franceso Molinari, Tyrell Hatton und Rory McIlroy. Die Marke für die Tourspieler ist 71,85 - das bedeutet auch, dass der Schwede seinen Kollegen auf der Tour im Schnitt 2,81 Schläge abnimmt - pro Runde! 

Franceso

Franceso Molinari ist auf den Grüns der Beste. © Stoertebek

Wie viele Fairways treffen die Spieler pro Runde? Magere 58,2 Prozent der Abschläge landen auf der Spielbahn, nur Henrik Stenson und Franceso Molinari schaffen rund 75 Prozent der Fairways. Auch hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Und wie viele Treffer landen auf dem Grün? Im Schnitt nur 66,9 Prozent der Versuche. Spitzenreiter in dieser Kategorie ist Thomas Aiken, seine Eisen finden das Grün in 79,2 Prozent der Versuche. Nur sieben Spieler liegen über 75 Prozent - auch hier ist Henrik Stenson mit von der Partie. Alter Schwede!

Beim "Scrambling" geht es draum, aus nicht getroffenen Grüns noch ein Par zu spielen. Das schaffen gerade mal 53,0 Prozent. Etwas besser sieht es bei den "Sand Saves" aus, hier wird auch der Unterschie zu Amateurten besonders deutlich. 53,6 Prozent retten aus dem Sand noch das Par. Einsame Spitze ist in dieser Kategorie der Spanier Alejandro Canizares, er schaffte legendäre 82,9 Prozent. 70 Mal lag er in der Saison im Bunker, 58 Mal rettete er das Par. 

Am Ende jeder Spielbahn kommt das Grün, auch hier wird der Unterschied zu den Amateuren noch einmal besonders deutlich. Kein Spieler gewinnt ein Turnier, wenn er nicht gut puttet, das gilt bei Amateuren ebenso wie bei Tourspielern. 29,7 Putts pro Runde sind der Schnitt auf der Europan Tour, anders gesagt 1,789 Putts pro Grün. Wie viele Putts sind es beim Monatsbecher im Heimatklub? Kaum unter 40, darf man annehmen. Der beste Spieler auf dem Grün ist wieder ein alter Bekannter, siehe oben. Franceso Molinari ist der einzige Spieler der Tour, mit exakt 1,686 Putts pro Grün weniger als 1,7 benötigt. "Drive for show, putt for dough" sagen die Engländer, frei übersetzt "Abschlag zum Angeben, Putten für den Zaster". Recht haben sie, wie auch diese Statistik beweist.