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05.12.2016 - Hero World Challenge, Albany Resort auf den Bahamas. Tiger Woods mit wildem Finale. Tiger Woods fährt Achterbahn auf dem Golfplatz.

Tiger Woods ist wieder da und die gute Nachricht zuerst: seine Verletzungen scheinen auskuriert, der Tiger ist wider fit. Sein Golfspiel schein allerdings noch sehr wacklig zu sein. Anstelle eines erhofften Angriffs auf die Spitze des Leaderboards ging es für ihn nach hinten los. Am Ende wurde er 15ter in einem siebzehn Spieler zählenden Feld.

Unbeständigkeit - Golfer hassen dieses Wort, Amateure ebenso wie die Profis. Tiger Woods war bei seiner Rückkehr mit diesem Wort geplagt, verirrte Drives wechselten sich ab mit langen Abschlägen, die das Fairway spalteten, blitzsaubere Eisenschläge mit fett oder dünn getroffenen Schlägen, lange Putts, die sicher das Loch fanden mit kurzen Putts, die am Loch vorbei schlidderten. Am Ende blieb er trotzdem unter Par, beendete die Hero World Challenge, sein Turnier zugunsten seiner eigenen Stiftung, mit Vier unter Par. Aber er spielte in den vier Turnierrunden 24 Birdies (!), das war schon ganz der alte Woods. Die Bogeys und Doppelbogeys, die er sich einfing, waren gleichzeitig die meisten des gesamten Spielerfeldes. Doch Tiger Woods nahm es gelassen und zeigte sich entspannt, denn die viel wichtigere Nachricht für ihn selbst war: er kann es noch und es macht ihm noch Spass, vor allem, weil sein Körper ihm keine Probleme macht. Allerdings wurde er gegen Ende der Finalrunde müde, wie er unumwunden zugab. Kein Wunder, nach 15 Monaten Turnierpause ertmals wieder über vier Runden zu gehen, dazu seine Verpflichtungen als Gastgeber und Interviews ohne Ende, da schleichen sich Konzentratiosnfehler ein. Sieger des Turniers wurde übrigens der Japaner Hideki Matsuyama, der mit diesem Titel seinen vierten Erfolge in den letzten fünf Turnieren errang. Er war mit großem Vorsprung in die Finalrunde gestartet, nur Hendrik Stenson schaffte es, ihn unter Druck zu setzen. Der Schwede wurde mit zwei Schlägen Rückstand Zweiter.