Advertisement

15.05.2017 - Player's Championship, TPC Sawgrass, Finalreport Ian Poulter schrammt am Sieg vorbei

Ian Poulter hat gekämpft, was das Zeug hält und war ganz nah dran, einen großen Sieg auf der US PGA Tour einzufahren. Am Ende reichte es "nur" für Platz Zwei bei der "Player's Championship". Aber ein großer Erfolg war das trotzdem für den Engländer, denn vor zwei Wochen stand er noch nicht einmal auf der Startliste für das Turnier, das gern als das "Fünfte Major" bezeichnet wird.

Ian

Ian Poulter spielte sich in die Herzen der Fans, erinnerte an seine Ryder Cup-Leistungen. © Stoertebek

Was für ein Spielerfeld bei der "Player's Championship" in Ponte Vedra Beach an der Nordostküste Floridas. 48 der Top 50 dr Welt gingen beim eigenen Turnier der US PGA Tour an, das Preisgeld ist mit insgesamt 10,5 Millionen Dollar eines der höchsten der Tour. 1.890 000 für den Sieger, das ist eine Hasunummer! Am Ende hatten aber nicht die Favoriten das Sagen, sondern ganz vorn mischte ein Spieler mit, der vor kurzem noch nicht einmal die US-Tourkarte besass. Das war allerdings auf Grund eines Rechenfehlers passiert, den die Frau eines Tourkollegen entdeckt hatte. So bekam Ian Poulter nicht nur seine Tourkarte, sondern auch einen Startplatz beim "Fünften Major". Und der 41jährige Ian Poulter nutzte seine Chance. Bis zum Ende kämpfte er um den Sieg, musste sich aber schliesslich mit  dem zweiten Platz abfinden, weil der 21jährige Koreaner Si Woo Kim einfach keinen Fehler machte und nach 3 Birdies auf den ersten neun Löchern nur noch Pars spielte und am Ende die einzige bogeyfreie Runde des Tages ins Klubhaus brachte. Ian Poulter leistete sich am Schlussloch noch ein Bogey und musste sich den zweiten Platz noch mit dem Südafrikaner Louis Oosthuizen teilen, das Bogey reduzierte sein Preisgeld von 1.134 000 auf 924.000 Dollar. Für den Farrari-Fan und Sammler Ian Poulter trotzdem genug, um sich das nächste Objekt der Begierde in die Garage zu stellen. Der Führende nach Runde Drei, J.B. Holmes, erlebte einen rabenschwarzen Tag. Ganz schlecht angefangen, dann ganz stark nachgelassen - nach vierzig Schlägen auf den ersten neun Löchern folgten Bogeys an der 14 und 15, bevor es richtig übel wurde. Eine Acht (!) am 17. Loch, dem berühmten Par 3 mit dem Inselgrün mitten im Teich. Das nennt man Quintuple-Bogey, vorher schon mal gehört? Vor Schreck dann noch ein Double-Bogey an der 18 und 84 Schläge auf der Scorekarte. Als Erster gestartet, als 41ster im Klubhaus, das ist schon irre. Es war das schechteste Finish eines vor der Schlussrunde Führenden, den zweifelhaften Titel teilten sich vorher Graeme McDowell (2011) und niemand Geringeres als Alex Cejka (2011). Beide sind sicher froh, die rote Laterne los zu sein. A propos rote Laterne: am Sonntag traten 71 Spieler zur Finalrunde an, am Ende des Feldes teilen sich Rang 69 Graeme McDowell (sic!), der Kanadier David Hearn und der Sieger des Jahres 2014, der deutsche Martin Kaymer. Wieder einmal blieb der Deutsche hinter den Erwartungen zurück, 11 über Par in den Finalrunden, das ist echt schwach.