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15.11.2010 - Golf & Schroth Golfpark Bregenzerwald

Die Schrothkur ist zu Ende, Zeit für eine Bilanz. Ich erinnere mich an die Ankündigung, diese Kur sei eine Mischung aus Kururlaub und Glücksbringer, bestens geeignet, als ganzheitliches Naturheilverfahren gründlich zu entschlacken bzw. zu entgiften und Risikofaktoren abzubauen.

Zur Erinnerung: Die Schrothkur wurde vor rund 180 Jahren von Johann Schroth begründet und ist seit 60 Jahren in Deutschlands einzigem Schrothheilbad Oberstaufen beheimatet. Falsche Ess- und Trinkgewohnheiten, unregelmäßiges Essen, Stress, mangelnde Bewegung führen mit der Zeit zu Ansammlungen von Stoffwechselrückständen im Körper. Die Folgen kennt jeder: Bluthochdruck, Übergewicht als Basis für Erkrankungen an Bändern und Gelenken, Allergien, Migräne und Burn Out, Diabetes. Die Schrothkur setzt natürliche Reize in Form von Ernährung und Nahrungsenthaltung, Trinken und Nichttrinken, Wärme und Kälte, Bewegung und Ruhe, Licht und Luft. Diese Reize dienen dazu, die körpereigenen Ordnungs- und Heilkräfte zu wecken.

Die Schroth’sche Diät hat nichts mit „Körnerfuttern“ zu tun, basiert auf dem Prinzip des Heilfastens. Der „Schrothler“ bekommt eine kaloriereduzierte, überwiegend basische Kost ohne tierische Eiweiß und Fett, die praktisch salzfrei ist. Bei den „Schrothpackungen“ wird der von der Nachtruhe durchwärmte Körper in den frühen Morgenstunden in ein feuchtkaltes Tuch gewickelt und mit trockenen Packbetten zugedeckt.

Für die rasche Erwärmung werden bis zu drei Wärmflaschen mit in die Packung gegeben. Die „Schroth’sche Trinkverordnung“ ist der rhythmische Wechsel der individuell vom Kurarzt verordneten Flüssigkeitsmenge, die den Entgiftungsprozess unterstützt. Dazu kommt der Wechsel von Ruhe und Bewegung. Die Ruhephase, die sich am Trockentag anbietet, gibt dem Körper die Möglichkeit zur intensiven Regeneration, die Bewegung an Trinktagen regt den Stoffwechsel an und sorgt für zusätzlichen Fettabbau.

Perfekt für Golfer, die sich wirklich mal etwas Gutes gönnen wollen, denn Oberstaufen hat mit dem „plus Golf“-Programm die Möglichkeit geschaffen, dass Hotelgäste gratis auf verschiedenen Plätzen spielen können, weitere Golfplätze der Region bieten Greenfee-Ermäßigung. Wir haben für unseren „Golf & Schroth“-Test  „Haubers Gutshof“ ausgewählt, einen Familienbetrieb direkt am Golfplatz von Oberstaufen-Buflings und wir hätten es nicht besser treffen können. Sigrid und Klaus Hauber sind aufmerksame und herzliche Gastgeber, seit 1985 wird die Schrothkur hier praktiziert. Die Töchter Eve und Tanja sind schon aktiv im Betrieb dabei, Sohn Tobias ist mit seinen acht Jahren ein aktiver „Gästebetreuer“. Ein wirklich tolles Team, und Chefkoch Andreas Krohn kocht leicht, modern und kreativ.

Doch zurück zum Golf. In den vergangenen vierzehn Tagen haben wir fast alle Golfplätze der Region besucht und beschrieben, einer fehlt noch: Der Golfpark Bregenzerwald Riefensberg. Er liegt nicht weit entfernt von Oberstaufen, aber bereits in Österreich. Sein Name verrät es schon, er liegt im Bregenzerwald, ist ein sehr abwechslungsreicher Platz mit teilweise offenem Gelände,breiten Fairways und großen Grüns, die sich mit schmalen Landezonen für Abschläge und kleinen, welligen Grüns abwechseln. Hier sorgen sowohl die schönen Aussichten als auch das Design des Platzes dafür, dass es sicher nicht langweilig wird. Architekt Kurt Rossknecht hat einen attraktiven und anspruchsvollen Platz entworfen, der viele Elemente der Landschaft einbezogen hat.

Alte Baumgruppen, kleine Bachläufe, künstliche Seen und strategisch platzierte Bunker, alles kommt ins Spiel. Präzises Spiel ist erforderlich, das durch die vielen Schräglagen nicht gerade vereinfacht wird. Mein Tipp: Ein paar Bälle mehr in die Golftasche, sie könnten gebraucht werden.

Die schwerste Bahn des Platzes ist die Sechs, ein „nur“ 357 Meter langes Par Vier, für Damen 313 Meter. Das Loch geht sogar bergab, allerdings kreuzt ein Graben das Fairway etwa fünfzig Meter vor dem Grün, das direkt an einem kleinen Teich liegt. Zwei Bunker vor dem Graben, zwei am Grün, das ist die zusätzliche Herausforderung. Auch ein Bogey ist hier ein sehr akzeptabler Score. Das gilt auch für das schwerste Loch des Platz, Bahn 17. 448 Meter für Herren, 427 für Damen, das ist für ein Par Fünf nicht viel. Aber hier kreuzt der Graben die Spielbahn gleich zwei Mal, und das Grün wird von fünf Bunkern verteidigt.

Der Platz macht wirklich Spaß, für ein Greenfee von 58 Euro wochentags und 62 Euro am Wochenende kann man allerdings auch einen ordentlichen Golfplatz erwarten. Im Klubhaus gibt es das „Restaurant am Golfpark“ mit schönen Ausblicken, aber mich reizt das heute nicht. Die Schrothkur ist vorbei, aber heute ist noch Aufbautag und bei Haubers wird so lecker gekocht, dass ich trotz Hungers nach der Runde lieber noch eine halbe Stunde fahre, um in das Hotel zu kommen. Die Schrothkur in Kombination mit Golf hat mit sehr gut gefallen, ist mir sehr gut bekommen und wer sich wirklich mal etwas gönnen möchte, hat damit ein echt attraktives Angebot.

Golf-Park Bregenzerwald
Unterlitten 3a
A-6943 Riefensberg
Tel: +43 5513 8400-0
office@golf-bregenzerwald.com
http://www.golf-bregenzerwald.com/

Haubers Alpenresort Hotel **** Superior
Familie Hauber
Meerau 34
87534 Oberstaufen
Tel. 08386 / 93 30 5
Fax. 08386 / 93 30 10    

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