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13.12.2016 - Costa Rica Golf und Reise Abenteuer 2016 Kapitel 9 – Four Seasons Golf Atemberaubende Faszination im Naturschutzgebiet

Four Seasons ist bekannt für seine aussergewöhnlichen Resorts mit grandiosen Golfplätzen. Hier in Costa Rica liegt ein Juwel von wirklicher Einzigartigkeit. Arnold Palmer hat mit diesem Platz ein absolutes Meisterwerk geschaffen, welches zu den besten seiner langen Schaffensperiode zählt. Im Naturschutzgebiet mit fast gebirgig anmutender Küstenlandschaft auf der Halbinsel Papagayo gelegen, gehört dieser Course zu den interessantesten und optisch berauschendsten Plätzen der Welt.

Bislang zieren nur recht wenige ausladende Villen, die elegant und fast verborgen platziert sind, den Parcours.

Leider ist im Four Seasons Resort Costa Rica at Peninsula Papagayo kein Zimmer frei, deshalb bleibt mir die ungewöhnlich lange Anreise am sehr frühen Morgen nicht erspart. Für die rund 80 Kilometer benötige ich fast zwei Stunden, was einmal mehr klar macht, wie die Strassen- und Verkehrsverhältnisse in Costa Rica sind. Kurz vor acht Uhr bin ich vor Ort.


Schon die kurvige Anfahrt und dann der Anblick über das 18. Green auf das Clubhaus beeindruckt mich sehr.

Das wuchtige, einer riesigen Blüte gleichende Clubhaus auf dem höchsten Plateau der Halbinsel platziert, ist der erste beeindruckende Blickfang in Kombination mit der spektakulären Sicht den Pazifik und auf die Bahia de Culebra. Im Golf Shop treffe ich den Golfdirektor Randoll Viquez, der mich schon freudig erwartet. Leider hat er keine Zeit mich auf die Runde zu begleiten, und ich besteige alleine das schon bereit gestellte E-Cart, bestückt mit einem feinen Leihset und Wasserflaschen in der Kühlbox. Bis zur Driving Range und zur ersten Tee Box erhalte ich den ersten massiven Eindruck bezüglich des Cart-Weg, geht es doch schon in Serpentinen steil hinunter. Bälle schlage auf der Driving Range spare ich mir, denn die magische Anziehungskraft des Platzes ist enorm. Einen Candy braucht es hier nicht unbedingt, ist doch das Cart mit einem GPS und genauer Platzbeschreibung ausgerüstet.


Das Green schützende Felsen-Design des zweiten Loches, einem Par drei von 153 Metern, ist etwas furcheinflössend.

Arnold Palmer hat hier in dieser kantigen und schroffen Küstenlandschaft einen Golfplatz geschaffen, bei dem er den Resort-Golfer ebenso wie den Professional in seiner Planung berücksichtigt hat. Allein 14 Löcher eröffnen eine spektakuläre Sicht auf das klare Wasser des Pazifischen Ozeans. Seit Januar 2004 fliegen die Bälle auf dieser aussergewöhnlich abwechslungsreiche Anlage, nicht immer auf die extrem gut gepflegten Fairways und Greens, sondern auch oft in den dichten Regenwald.

Abgehoben und erhöht auf einem Felsvorsprung schenkt der Abschlag drei jedem einen hohen und langen Drive.

Weit und breit sind an diesem frühen Morgen andere Golfer zu sehen. Ich bin wohl alleine auf Tour.  Nun doch nicht so ganz alleine, begleiten mich doch bunte Schmetterlinge und liebliches Zikadenkonzert nicht nur auf dem Par-5-Auftaktloch und dem von Felsen beschützen Par-3-Green, sondern auch auf allen folgenden Spielbahnen. Der dritte Abschlag eröffnet eine faszinierende 360° Rundumsicht auf den Ozean, und der Drive muss über den hoch emporragenden «Palmers Tree» auf das wesentlich tiefer liegende Fairway gespielt werden. Um den Fairway-Schlag aufs Green zu befördern, gilt es eine imposante Bunkerlandschaft zu überwinden.


Die fünfte Bahn, ein ??? Meter langes, am Wasser entlang führendes Par 3 ist eines der wenigen flachen Löcher.

Offener und leicht onduliert gestaltet sich die vierte Bahn mit einem leicht erhöhten Green. Das erste Wasserhindernis, ein langezogener See bis zum Green, macht das 5. Loch, ein Par 3 nicht nur zu einer mentalen Herausforderung, sondern auch zu einer technischen, die saubere Präzision verlangt. Die folgende


Das sogenannte Signature hole ermöglicht bergab durch zusätzlichen Roll Drives von 200 bis 300 Metern.

Bahn, das sogenannte Signatur Hole eröffnet nicht nur eine weite Ozeansicht, sondern auch die Möglichkeit eines 200 bis nahezu 300 Meter Drive, geht es doch recht steil das Fairway,wo der Ball einen langen Roll haben kann, bis hinunter in Meereshöhe. Und wieder steigt der Cart Weg bergan und bringt mich zur Tee Box sieben und beschert mir erneut einen weiten Blick über das tiefe Blau des Pazifiks. Nur gerade mal 120 Meter ist dieses Par 3 mit seinen rund 45 Metern Höhenunterschied, nur einfach schön, aber nicht wirklich schwierig zu spielen. Und wieder führt der Weg stark bergan zum folgenden Par 4.


Auf der achten Bahn gilt es nach einem guten Drive auf das wesentlich tiefer gelegene Fairway das geschütze Green genau anzuspielen.

Auch hier muss der Tee Shot wieder auf das sehr viel tiefer liegende Fairway platziert werden. Insgesamt kommen die Longieret gänzlich auf ihre Kosten, wenn sie weder slicen noch hooken und die Bälle im dichten Dschungel versenken. Als ich auf der Acht  zu meinem Ball komme, bemerke ich am Waldrand einen Nasenbär, der mich aufmerksam und ohne Scheu beobachtet. Ich lege den zweiten Schlag sauber auf das erhöhte Green.


Pussierlich und relativ zutraulich sind die Nasenbären nicht nur hier im Four Seasons Resort Costa Rica at Peninsula Papagayo.

Der Nasenbär begleitet mich bis fast zum Green und dreht dann ab in den Dschungel, dreht noch einmal den Kopf zu mir, als wolle er sage: «Ich habe genug gesehen, ich habe aber Besseres zu tun, als einen Golfer zu beobachten». Und dann war er verschwunden. Einer seiner Artgenossen ist mir schon im Eingangsbereich des Resorts neben der Strasse begegnet.Von der Neun schlängelt sich dar Car Path wieder hinauf in fast Clubhaushöhe.



Die Bahnen zehn und elf eröffnen die «back nine» weit und offen mit nur wenig Baum- und Buschbestand.

Die 10,11 und die 12, mit 540 Metern das längste Par 5,  liegen dicht beieinander und präsentieren sich weit und offen. Die 14. Spielbahn versuche ich vom Champions Tee zu spielen. Ein langer, enger Schlauch von rund 150 Metern mit Buschwerk besetzt verlangt einen sauberen geraden Drive, aber die optischen Gegebenheiten verleiten zum Slicen oder Hooken, obgleich das Fairway einige Höhenmeter tiefer auf Meereshöhe ausladend daliegt. Mit dem dritten Drive liege ich dann endlich sauber platziert.


Der schmale «Schlauch» vom Abschlag 14 bis zum Fairway macht diese Bahn besonders vom Back Tee zu einem mentalen Abenteuer.

Nach dem flachen Terrain des 15. Lochs, dessen Green bestens verteidigt ist in Form eines schmalen «Creeks», wechselt die folgende Bahn in leicht welliges Gelände. Die 17, ein 150 Meter langes Par 3, bereitet mir gleichzeitig ob der wunderschönen Aussicht auf das weite Blau des Meeres Freude und Kopfzerbrechen wegen des Schlages über einen breiten Graben und des dichten Regenwaldes links des Green. Ich lande nicht im Graben, auch nicht auf dem Green, sondern sicher im undurchdringlichen Dickicht. Nun ein weiterer Ballverlust, den mich die weite Aussicht nun vom Green schnell vergessen macht.


Das 17.Green zählt zu den 14 Bahnen, die eine herrlich berauschende Aussicht auf den Pazifischen Ozean bieten.

Mein Cart bringt mich nun weiter aufwärts zurück zum höchsten Plateau der Halbinsel zum finalen Abschlag. Ich bin sehr froh um dieses obligate und sehr dienliche Gefährt, waren doch die Wege von Loch zu Loch häufig nicht nur lang, sondern auch mit vielen Höhenmetern belegt. Noch einmal eröffnet sich ein breites Fairway für die Long Hitter. Die letzten 500 Meter sind zu bewältigen, aber auch hier lauern noch Gefahren vor dem Green durch Bunker und einen See. Der Course von Four Seasons ist für mich und wohl für jeden, der hier eine Runde spielt, ein Top-Class-Erlebnis.


Fairwaybunker, Wassergraben, Bunker und dann das Green, das sind die Herausforderungen am 15. Loch.

Und dazu kommt noch ein respektables Site Step Erlebnis der ganz besonderen Art, die Fahrt auf dem achterbahnmässig abenteuerlichen Cart Weg - ebenso ein äusserst aufwendiges und teures Meisterwerk wie die gesamte Anlage -, welche mich persönlich mit ihren vielen steilen, kurvig-spektakulären Ab- und Auf-Passagen in helles Entzücken versetzt hat. Arnold Palmer gelang es hier eine wunderbar harmonische Komposition von Gelände, Bunkerlandschaften, Wasserhindernissen, saftig satten Fairways und seidenteppichartige Greens zu realisieren, die Begeisterung, Staunen und freudvolles Golfspiel zu kreieren. Wahrlich nur sehr schwierig, dieses Juwel in Worten zu beschreiben. Am besten, man erlebt es, auch wenn dieses Erlebnis seinen stolzen Preis hat!

Die ganze Anlage ist nicht nur golferisch «ganz grosses Kino», sondern auch optisch mit vielen knorrigen, alten Baumriesen.

Ich fahre hinunter bis ans Ende der Halbinsel, wo das Hotel elegant in die Küstenlandschaft eingepasst ist. Staunend und begeistert erkunde ich die Anlage. Als krönenden Höhepunkt lasse ich mir einen weit gerühmten Mango Smoothie in der Snack Bar kredenzen, bevor ich mich auf den Rückweg nach Tamarindo mache. Dort angekommen, begebe ich mich mit Blue Dolphin Sailing auf eine entspannende Katamaran Sunset Tour. Bei bester Verköstigung ist erholsames Schnorcheln im kristallklaren Wasser angesagt. Leider bringt uns zeitweiliges, heftiges Wasser von oben auf der Rückfahrt um den romantischen Sonnenuntergang, was aber der ausgelassenen Stimmung bei den internationalen Gästen an Board keineswegs Abbruch tut. Etwas erschöpft nach einem sehr erlebnisreichen und intensiven Tag freue mich mich auf einen regenerierenden Schlaf im Hotel.



Und immer wieder kommen sehr geschickt gestzte, attraktive Bunker vor den Greens ins Spiel wie hier auf Bahn vier.

Costa Rica Golf Adventures, San Josè, Costa Rica, kostenfreie Hotline: 1-215-554-2129 or 1-888-536-8510, 011-506-2293-9785 Costa Rica office, 011-506-8886-5061 - Costa Rica mobil. Web: www. golfcr.com  

Weitere Infos:

Four Seasons Resort Costa Rica at Peninsula Papagayo: www.fourseasons.com Tourismus: www.visitcostarica.comBlue Dolphin Sailing Sunset Tour: www.bluedolphinsailing.com ,Tamarindo Diria Hotel: www.tamarindodiria.com    .

Text & Fotos: Albert Haller

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