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19.11.2016 - Costa Rica Golf und Reise Abenteuer 2016 Kapitel 7 – Los Delfines Golf & Country Club Bunte Papageien, saftiges Grün und türkisblaues Meer

Mein nächstes Ziel, das Hotel Barcelo Tambor Beach liegt auf der Halbinsel Nicoja. Laut der Strassenkarte sind es mal gerade mal 130 Kilometer bis zu meinem nächsten Quartier, aber in Wirklichkeit werden es runde vier Stunden Reisezeit werden, zum einen wegen der sehr kurvenreichen Strassen und zum anderen wegen des Übersetzens mit der Fähre. Ganz sicher aber wird diese Fahrt einmal mehr sehr abwechslungsreich.

Nach einer gemütlichen, etwa 1,5 stündigen Überfahrt erreicht die Fähre die kleine Anlegestelle auf der Halbinsel Nicoja.

Am Morgen gegen 9.00 Uhr mache ich mich auf den Weg. Nach etwa zwei Stunden bin ich in Puntarenas im Hafen am Ticketschalter, und um elf Uhr legt die Fähre ab nach Paquera. Noch eine Stunde kurvenreiche Strasse und ich erreiche endlich das All-inclusive-Hotel Hotel Barcelo Tambor Beach, direkt neben dem Golfplatz am Strand liegt und mit allen erdenklich wohltuenden und Freizeit relevanten Angeboten sowie Küchenköstlichkeiten aufwartet.

Die einfachste und schnellste Art diesen Ort zu erreichen, ist die Anreise im kleinen Linienflugzeug.

Ich komme mit dem Auto, während viele Costa Ricaner mit den kleinen Linienflugzeugen von’ Sansa’ und ‘Nature Air' aus verschiedenen Richtungen des Landes einfliegen. Einmal mehr geniesse ich die Noch-Ruhe im Resort im modernen Kolonialstil-Zimmer, am Pool und anschliessend beim Diner. Am darauffolgenden Samstag ist die Situation ganz anders, Mengen von einheimischen Touristen fallen ein und überfluten das Resort. Jetzt übers Wochenende ist Leben und Unterhaltung angesagt.

Ausreiten unter fachmännischer Anleitung ist nur ein kleiner Teil des Unterhaltungsprogramm vom Hotel.

Nun, ich verabschiede mich auf den Golfplatz, der übrigens für Hotel und Villa-Gäste gratis zu bespielen ist. Dort Treffe ich Ulrich Lang, den deutschen Golf Direktor, der schon seit 20 Jahren in Costa Rica lebt. Ulrich Lang ist Superintendent Class A seit 1998 und Mitglied in der GCSAA (Golf Couse Association of Amerika.) Er hat den Platz in den letzten sechs Jahren mit viel Liebe zum Detail renoviert und neu designed. Das Ziel war, die Qualität des Platzes und die Herausforderung an den Spieler zu verbessern. Bei der Renovierung wurde dem Umweltschutz und dem aussergewöhnlichem Tierreichtum höchste Aufmerksamkeit geschenkt. Ulrich Lang baute ein neues Entwässerungssystem und wechselte das Design der Bunker. Heute sind alle Bunker typisch englische-europäiche Bunker mit einer flachen Sandfläche und aufsteigenden Grasflächen. Dieses Bunkerdesign ist besser für die tropischen Verhältnisse geeignet und stellt ebenfalls höhere Ansprüche an den Spieler als die früheren Bunker. Die Neuen wurden mit speziell gemahlenem, schneeweißem Sand bestückt.

Typisch englische-europäiche Bunker mit einer flachen Sandfläche und aufsteigenden Grasflächen sind heute Charaktermekmale des P?latzes.

Es ist ihm in dieser Zeit hervorragend gelungen, aus einem No-Name-Platz ein wunderschönes Golferjuwel, einen fast paradiesischen Park zu kreieren. Inzwischen sind diese neun Spielbahnen eine grossartige golfrische Augenweide und eine Herausforderung für Spieler aller Könnenstufen.

Zeitweise glaubt der Golfer sich in einem ausgedehnten Park mit mit wunderschönen, intensiv farbenen Blumen.

Ich komme im Clubhaus gegen 10.00 Uhr an und treffe auf den germanischen Hünen Ulrich Lang, der mir in schillernden Worten gleich alles über den Golfplatz und dessen Eigenheiten erklärt. Und dann gehen wir auf die Runde. Gleich am ersten Loch blicke ich verwundert auf eine zweite karierte Fahne links vor dem Green. Meine Frage wird von Uli sofort beantwortet. Als alter Fussballer und Unterstützer des viel Freude bereitenden Foot-Golf ist der findige und stets innovative Ulrich Lang schnell mit der Umsetzung dieses Site-Stepp-Angebots im Spiel. Jeder Golfer sollte dies mindestens einmal probieren, ist es doch mit sehr viel Spass verbunden, aber durchaus nicht einfach, den Parcours mittels eines Fussballs und entsprechend grossen Löchern einigermassen erfolgreich zu bewältigen.

Nahe des Platzes entsteht eine kleine Appartement-Siedlung, die aber das Spielen gar nicht stört.

Nun wir spielen heute Golf, wobei ich gleich feststellen muss, dass Ulrich natürlich einen grossen Vorteil hat, denn er hat ein 100%iges local knowledge. Am zweiten Abschlag halte ich inne, denn ich vernehme laute Vogelschreie aus dem Busch. Ulrich schaut mich mit strahlenden Augen an und verkündet mir stolz, dass der Club hier eine Aufzuchtstation der fast ausgestorbenen Scarlet Macaws hat. Mit geschwellter Brust führt er mich zu der ziemlich gut verborgenen Voliere. Hier warten 40 Scarlet Macaws, auch Lapas genannt, auf ihre Freilassung.

In diesem Grossraumkäfig werden derzeit 40 Scarlet Macaws, auch Lapas genannt, auf ihre Freilassung vorbereitet.

Dieser Lapas geniesst sichtlich seine Freiheit und die wunderschöne Umgebung seines neuen Lebensraumes.

Der Club hat es sich zur Aufgabe gesetzt hat, diesen Vögeln Schutz und neuen Lebensraum zuerst auf dem Golfplatz und dann in freier Wildbahn zu geben. Aus diesem Grunde gibt es auf dem Terrain des Platzes auch viele Brutkästen, in denen sich die Lapas vermehren können, was sie auch tun. Hinter dieser Aktion steht seit 10 Jahren die ASORPROLAPA. Was für ein grossartiges Projekt, Golf und Wildlife zusammen zu fördern.



So unglaublich nahe bin ich keinen Scarlet Macaws, die mich an Gauginsche Farbenpracht, gekommen. (Foto: Ulrich Lang)

Aber zurück zum Golf. Ich begreife auf den folgenden Löchern mehr und mehr die Philosophie des Golfdirektors, Einfachheit in der Platz-Pflege durch flach gehaltene Bunker, durch pflanzliche Bahnbegrenzung und sauberes korrigiertes Platz-Design. Zwischenzeitlich liegen einige Löcher hinter uns in diesem paradiesischen mit Palmen und anderen farbenfrohen Pflanzen bestückten Park, der nicht nur eindrücklich schön ist, sondern auch mit golferischen Feinheiten aufwartet. Nach neun Bahnen gehen wir zum Bier über, habe ich doch scoremässig betrachtet keine Chance gegen den Chef des Hauses. Trotzdem war es für mich eine ganz tolle Runde, auf einem nahezu flachen, mit Wasserhindernissen besetzten Parkland-Platz, der seit seiner Eröffnung 1999 bis heute eine kolossale, sehr positive optische und spielbestimmende Wandlung durch Ulrich Lang erfahren hat. Es ist bereits Nachmittag, und ich zolle mit etwas Mittagsschlaf dem heissen Tropenklima Tribut.

Neben den bunten Fliegern kreuzte ein aussergewöhnlich prächtiges Exemplar von Leguan unseren Weg auf dem Platz.

Am Abend fahren Uli, wir sind inzwischen beim Du, seine Frau und ich nach Montezuma, einem kleinen Künstlerdorf, um dort Freunde von ihnen zu besuchen, die ein italienisches Restaurant «Los Artistas» direkt am Strand führen. Die letzte Nacht hier in Los Delfines, darf ich in einer Miet-Villa verbringen. Wichtig für den buchenden Gast zu wissen ist, es gibt verschiedene Hauskategorien. Zu empfehlen ist in der Tat nur die high rate Klasse mit allem Komfort. Am kommenden Morgen, habe ich das Vergnügen mit dem Pro des Clubs zu spielen. Ich kenne nun zwar den Platz, aber dieser junge Kerl Luis Martines zeigt mir richtiges Golf, und ich weiss nun wieder, dass ich ein kleiner Amateur bin. Ungeachtet dessen verrät er mir viele kleine Kniffe, die mir sehr helfen, und die Runde so zur absoluten Lehrstunde machen. Das Schöne an dieser Runde ist aber etwas ganz anderes, wir sehen viele bunte Papageien, die uns während unseres zweistündigen Spiels begleiten. Manche sind sogar so dreist, dass sie uns eine en Ball vom Green entführen. Was für ein eindrückliches Spektakel, welches Golf komplett vergessen macht. 

Das achte Green schützt ein vorgelagerter See und auch die enge Anspielschneisse ist eine besondere Herausforderung.

Am Nachmittag setze ich mich in meinen Allrad und erkunde die nähere Umgebung. Ich fahre bis Manzanilo im Hinterland, um dann auf wilden Wegen zur Küste hinunter zu gelangen. Dort angekommen, treffe ich auf eine bizarr schöne Küste, die ich auf einem ausgewaschenen Küstenweg Richtung Süden befahre. Ich entdecke ein versteckt, am Strand liegendes Hotel, das mich in seinen Bann zieht, und sich als Yoga-Hotel entpupptam. Dort verweile ich einige Zeit, geniesse das wohltuend ruhige und friedliche Ambiente, um mich dann wieder via Süden zu bewegen.


Türkisblaues Wasser, braungebrannte Surfer, kleine Strandkneipen lassen mich in längst vergangene Zeiten entrücken.

Einige Kilometer weiter lande ich in einem Dorf und dessen Strand, welche mich von der Anlage und den Menschen in ihrem Erscheinungsbild und Habitus in die Hippy-Jahre versetzen. Ich verweile hier am Surfer-Strand bei einem Bier und träume von längst vergangenen Zeiten, bis mich eine junge Kellnerin in die Gegenwart zurück holt, weil sie mich nach einer weiteren Bestellung fragt. Ich aber bezahle und mache mich auf den Weg zurück, um mich für meine letzte Nacht im Los Delfines in einer Villa einzurichten. Mein letzter Gast an diesem Abend ist ein grosser, gar nicht scheuer Nasenbär, der sich am frischen Wasser des Pools labt. Am nächsten Morgen heisst es schon wieder Abschied nehmen von einem Ort und von Menschen, welche mir in der kurzen Zeit ans Herz gewachsen sind.

Ich tauche in die wohltuend ruhige Spätnachmittagsstimmung ein und lass die Seele baumeln.

Costa Rica Golf Adventures, San Josè, Costa Rica

Kostenlose Hotline: 1-215-554-2129 or 1-888-536-8510, 011-506-2293-9785

Costa Rica office, 011-506-8886-5061 - Costa Rica mobil

www.golfcr.com

 

Weitere Infos:

Los Delfines Golf & Country Club: www.delfines.com    

Tourismus: www.visitcostarica.com

Hotel Barcelo Tambor Beach: www.barcelo.com/en-gb/hotels/costa-rica/beach-tambor/hotel-barcelo-tambor-beach

Villas: www.delfines.com/beach-vacation-rentals

Restaurant Los Artistas Montezuma: www.playamontezuma.net/playadelosartistas.htm

 

Text & Fotos: Albert Haller

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