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05.11.2016 - Costa Rica Golf und Reise Abenteuer 2016 Kapitel 6 – Ausflug zu den Borucas und in die Mangroven Mystische Masken und geheimnisvolle Mangroven

In den folgenden drei Tagen steht kein Golf auf meinem Programm. Die Reise war bisher schon recht energetisch, und der zweite Reiseabschnitt wird noch anstrengender. Die Maskenschnitzerei der Borucas, die Fauna, Flora und Tierwelt der Mangroven und einfach mal einen Tag nichts tun, werden interessante Erlebnisse und Zusammentreffen mit Mensch, Tier und Natur für mich parat halten.

Diese farbenprächtigen, aus Balsaholz geschnitzten Masken hängen im kleinen Museum des Dorfes Boruca und warten auf Käufer.

Besuch in Boruca, dem Dorf der Masken – Es ist früher Morgen, helles Vogelgezwitscher und Affengebrüll weckt mich und John steht kurze Zeit später vor der Tür, um mich abzuholen. Heute bin ich der Fahrer. Wir folgen der Küstenstrasse gen Süden. Die abwechslungsreiche Landschaft nimmt mich so gefangen, dass ich die Abzweigung in unseren Zielort Boruca verpasse. John weist mich darauf hin und ich bin mit meiner Konzentration wieder auf der Strasse. Also umgedreht und aufgepasst. Einmal mehr bin ich froh um meinen Allrad, geht doch die «Gravel Road» steil bergauf und dies über rund acht Kilometer.

Die acht Kilometer steil hinauf ins Masken-Dorf Boruca meistert mein Allrad in überwältigender Landschaft mühelos.

John und mir macht es Spass, diese Bergstrasse zu befahren und die beeindruckenden Aussichten zu erleben. Schon am Dorfeingang passieren wir ein Haus mit einem Maskenatelier, welches wir dann auf dem Rückweg besuchen werden. Wir fahren auf den Dorfplatz und von allen Seiten kommen uns Jungen und Mädchen in violetten Shirts, in ihrer Schulkleidung entgegen und visieren zielstrebig zu Fuss oder auf dem Moped die Schule an. Auch abseits der Städte auf dem Lande, besonders auch beim indigenen Volk der Boruca wird sehr auf Bildung und Erziehung geachtet.

Auch weit im Hinterland steht Bildung im Vordergrund – Lachende Mädchen in Schuluniform vor dem Unterrichtsbeginn.

Für ihre Kunst und ihr Kunsthandwerk sind die rund 2000 Boruca, von denen vorwiegend die Alten ihre eigene Stammessprache sprechen,, sie gehören zur Gruppe der Talamanca-Indianer des südlichen Costa Rica, sehr bekannt. Die Männer fertigen aus dem weichen und leichten Balsaholz oder manchmal auch aus dem wesentlich härteren Zedernholz ihre charakteristisch bemalten oder auch unbemalten Masken.

Die Holzmasken der Borucas sind ob ihrer Farben- und Themenpracht einzigartig und unvergleichlich in der Welt.

Diese Masken, natürlich heute begehrte Souvenirs für Touristen sind aber im Ursprung wichtiger Bestandteil der jährlichen, im Winter begangenen drei Tage dauernden «Danza de los Diablitos-Zeremonie» (Tanz der Teufelchen, 31.12. bis 2.1.). Seit der Kolonialisation stellt sie den Widerstand der Diablitos, den Borucas, gegen die spanischen Eroberer darstellt.  Die Frauen hingegen sind Meisterinnen der Webkunst an präkolumbischen Webstühlen. John und ich treten auf die Terrasse eines Hauses voller farbenprächtiger Masken und gewebten Taschen.

Eine hohe Handwerkskunst und uralte Schnitztradition kennzeichnen diese wunderschönen Exemplare.


Die Männer des Dorfes schnitzen die Masken, während die Frauen an altertümlichen Webstühlen ihr Können beweisen.

Die Frau des Hauses zeigt uns noch weitere Exemplare, und ich komme aus den Staunen nicht heraus. Nachdem wir uns verabschiedet haben, begibt sie sich an ihren archaisch wirkenden Webstuhl, zurück an ihre Arbeit. Wir besuchen anschliessend noch das kleine Ortsmuseum, um noch weitere Exponate zu bewundern. Vor dem Museum können wir drei Einheimische bei ihrer schweisstreibenden Arbeit beobachten, wie sie grosse Palmblätter in zwei Teile teilen. Das ist das Material, aus dem das neue Museumsdach bestehen wird.

Sehr schweisstreibend ist die Arbeit dieser Männer, die ein neues Museumsdach mit Palmblättern vorbereiten.

Wir verlassen das Dorf, aber nicht ohne in dem bereits ausgemachten Atelier anzuhalten. Im Ausstellungsraum finden sich natürlich Masken, Bögen und Pfeile, Trommeln sowie Decken und Taschen Wir haben die Erlaubnis, dem Hausherrn bei der Arbeit zuzusehen.

Unglaublich und nahezu unvorstellbar, wie dieser Mann mit einer Machete in seiner Werkstatt Feinsarbeit leistet.

Pfeil und Bogen sowie Trommeln sind neben den Masken bestaunenswerte Produkte der Borucas.

Ich bin verblüfft, wie dieser Mann mit einer grossen Machete diese Feinarbeit der grazilen Pfeilherstellung meistert. Was für ein handwerkliches Geschick, phänomenal. Aber auch hier verlassen wir die gastliche Stätte, ohne einen Kauf zu tätigen, obwohl mich die Masken in ihren ureigenen Bann gezogen haben.

Unser Mangrovenexperte und Tour-Guide  Alejandro wartet bereits auf uns und andere neugierige Gäste.

Eine faszinierende Mangroventour – John und ich, tief beeindruckt von Boruca und seinen Menschen, setzen unseren Tagesausflug fort und gelangen nach einstündiger Fahrt nach Kokopelli, zum Ausläufer des Humedal Nacional Terraba Sierpe am Fluss Rio Sierpe. Dort treffen wir auf Claudia, die ein Gift-Shop und eine Tour Agentur leitet. Mit anderen Gästen besteigen wir das Boot und fahren langsam den Fluss hinauf zusammen mit unserem jungen Guide, der auf der gesamten zweistündigen Tour keine Fragen offen lässt, und uns in die Geheimnisse der Mangroven einführt.

Ohne einen gewieften Guide mit geschultem Auge wäre diese Schlange im Baum wohl kaum auszumachen.

Wir tauchen in eine Welt der Ruhe ein, in eine teilweise noch unberührte und intakte Natur ein. Leise gleiten wir auf einem ruhig dahinfliessenden, tiefbraunen und schmaler werden Fluss und lassen uns vom Frieden, vom dunklen Grün der Bäume und von der Vielfalt der Tierwelt verzaubern. Alejandro, unser von schier endlosem lokalen Wissen bestückter Führer, lenkt unsere Aufmerksamkeit auf eine riesige Schlange, die sich fast unsichtbar um einen Ast schlängelt.

Auch der kleinste Affe, ein Totenkopfaffe, stellt sich ohne Furcht den Beobachtern imposant zur Schau. 

Leguane erscheinen am Flussufer, Kingfisher jagen in eleganter Tauchmanier nach Fischen, bunte Vögel tummeln sich im Schlick, Tukane verköstigen sich mit reifen roten Beeren, weisse Reiher waten im Sumpf und Affen in verschiedener Grössen schwingen sich von Ast zu Ast. Brüllaffen und andere Affenarten nehmen absolut keine Notiz von uns, auch der kleinste Affe, ein Totenkopfaffe, lässt sich beim Verzehr von Blättern nicht aus der Ruhe bringen. Als der Fluss von Büschen und umgestürzten Bäumen nach einer Stunde die Weiterfahrt verwehrt, dreht der Bootsführer, ein bulliger Schwarzer sein Gefährt und die Rückfahrt beschert uns noch einmal den beeindruckenden Zauber der Mangroven. Viel zu schnell ist dieses Erlebnis zu Ende, und wir treten die Rückfahrt ins San Buenos Golf Resort an. Den Abschluss des Tages geniessen John und ich bei Wein, Zigarre und mir zwischenzeitlich sehr vertrauten Dschungelgeräuschen auf der Terrasse meiner Wohnung.

Der Variantenreichtum der Vogelwelt in den Mangroven ist ausserordentlich beeindruckend.

Am folgenden Tag setze ich meine Reise wieder in Richtung Norden auf der Küstenstrasse ins Hotel Club del Mar mit weitem Strand, nahe der Stadt Jaco, wo ich mir einen Tag der Regeneration und Entspannung gönne. Ich könnte von hier aus auch eine Krokodiltour, einen Reitausflug, eine Katamarantour, eine Canopy Ziplinetour oder einen kleinen Segeltörn zur Tortuba Insel mit Schnorcheleinlage machen, aber ich muss neue Energien sammeln für den restlichen Part meiner Reise. ]

Und immer wieder zieht es mich magisch an einen der fast menschenleeren ausgedehnten Sandstrände.

Costa Rica Golf Adventures, San Josè, Costa Rica

Kostenlose Hiotline: 1-215-554-2129 or 1-888-536-8510, 011-506-2293-9785

Costa Rica office, 011-506-8886-5061 - Costa Rica mobil

www.golfcr.com

Weitere Infos:

Indigene Stämme: www.travelcostarica.nu/de/indigene-staemme-uebersicht

Mangroven-Tour: www.sierpemangrovetour.com

Hotel Club del Mar: www.clubdelmarcostarica.com

Tourismus: www.visitcostarica.com

 

Text & Fotos: Albert Haller

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